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Nominierungsversammlung - Ba-Wü Landtagswahl, im März 2021

Am Donnerstag dem 13. Februar 2020 waren einige Graben-Neudorfer CDU-Mitglieder bei der Kreisverbandsversammlung in Friedrichstal. Dort fand die Nominierung des/der CDU-Kandidaten/in für unseren Wahlkreis (-> Bretten) für die Ba-Wü Landtagswahlen im März 2021 statt. Nachdem unser aktueller MdL Joachim Kössler vor wenigen Wochen bekannt gab, dass er nicht mehr zur Wahl antreten wird, war klar, dass nächstes Jahr ein neuer Name für die CDU in unserem Wahlkreis ins Rennen gehen wird: Es ist der 47-jährige ANSGAR MAYR aus unserem Nachbarort Stutensee, wo er die CDU auch im Gemeinderat vertritt. Seine Ersatzkandidatin ist die 37-jährige Elena Nowitzki aus Oberderdingen.

Sicher wird es in den kommenden 13 Monaten auch noch die Gelegenheit geben, mit Ansgar Mayr und Elena Nowitzki in Graben-Neudorf ins Gespräch zu kommen.

Abschiedsgeschenk an Hauptamtsleiter Wolfgang Schlindwein

Am Montag, den 03. Februar verabschiedete sich unser langjähriger Hauptamtsleiter Wolfgang Schlindwein, nach seiner letzten öffentlichen Gemeinderatssitzung, mit einem kleinen Umtrunk von den Gemeinderäten. In wenigen Tagen wird er in den wohlverdienten Ruhestand gehen.
CDU Fraktionssprecher Andre Mayer und CDU Kreis- und Gemeinderat Karl-Heinz Kling bedankten sich, stellvertretend für die ganze Fraktion, für die langjährige, gute Zusammenarbeit und überreichten ein kleines Weingeschenk.

Wie wurde über die Anträge der CDU Fraktion zum Gemeindehaushalt 2020 abgestimmt?

Allgemeine Info vorab: Link zu den Anträgen
Sie wurden dann am Montag, den 13. Januar 2020 in öffentlicher Gemeinderatssitzung behandelt.

Da war zum Beispiel der Antrag rund um die schon lange angedachte Verlegung des Wertstoffhofes: Die Verwaltung hat für 2020 eine Planungsrate von 15.000 € eingestellt, aber die Mittel für die Realisierung in den Folgejahren leider vergessen. Dies wurde nun nachgeholt und ein Betrag von 100.000 € in die mittelfristige Finanzplanung (in 2021) aufgenommen. Für alle, die uns schon wegen des Wertstoffhofs und der aktuellen, unbefriedigenden Situation angesprochen haben: Es wird noch ein paar Monate dauern … aber es wird was passieren …

Und der Antrag, der das Gutachten rund um den Bauabschnitt 2 der Pestalozzihalle noch in 2020 vorsieht und nicht erst später, weil wir unbedingten Handlungsbedarf beim Hallenboden sehen: Hier muss nun auch erwähnt werden, dass es das erste Mal einen „Bürgerantrag“ gibt. Er kommt von der Initiative „Miteinander- Füreinander“ und fordert (berechtigt) den Bau eines Fahrstuhls in der Pestalozzihalle. Dies und die Tatsache, dass der Boden der Halle zeitnah beurteilt und (vermutlich) saniert werden muss, hat die Verwaltung dazu bewogen, unseren Antrag zu einem vorgezogenen Gutachten zu unterstützen und er wurde dann auch ohne Probleme vom Rat angenommen. Sehr gut.

Die CDU Idee, dass die Gemeinde mehr für junge Familien mit dem Wunsch nach einem Eigenheim unternehmen könnte, indem sie etwas aktiver beim Grund- und Gebäudeerwerb werden könnte, wurde von den anderen beiden Fraktionen nicht unterstützt. Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind tatsächlich nicht optimal für so eine Handlungsweise, zudem ergab sich der Eindruck, dass die Idee an sich den anderen Fraktionen generell völlig fremd war.

Ebenso eine Absage erhielt der Antrag mit dem Breitbandausbau im OT Neudorf weiterzumachen. Was uns beim Stellen des Antrags nur teilweise bewusst war, ist die Tatsache, dass ein flächendeckender kommunaler FTTH Ausbau, nach geltendem EU-Wettbewerbsrecht, nur dann möglich ist, wenn (vereinfacht ausgedrückt) nur eine sehr geringe Breitbandversorgung (-> Stichwort „Aufgreifschwelle“) vorherrscht. Ist dies nicht der Fall, also gibt es eine Versorgung, darf die Kommune nicht weiter bauen. Soweit war uns das bekannt … aber jetzt kommt der Teil, den wir nicht wussten: Dabei ist es völlig egal, wer die Versorgung gewährleistet, also es ist egal, ob es sich um ein kommunales Netz (wie im OT Neudorf) oder z.B. um ein Netz der Deutschen Telekom handelt. Und da die Gemeinde im OT Neudorf ja eine FTTC Abdeckung im Zusammenspiel mit dem Provider Inexio realisiert hat, sind uns rechtlich die Hände gebunden. Eigentlich völlig verrückt und vor allem sehr unbefriedigend. Wir haben die Verwaltung nun nochmals ausdrücklich gebeten diesen Sachverhalt nochmals zu prüfen. Letzter Satz zum Breitband: Wer im OT Neudorf noch unter miserablen Übertragungsraten leidet und noch nicht bei Inexio unter Vertrag ist, kann und sollte dies ändern.

Aufgrund der vielen Projekte, die Graben-Neudorf in 2020 vor der Brust hat, ist es auch wenig verwunderlich, dass es keine Mehrheit für den „Perlenschnurantrag“ (-> Umgestaltung der nördlichen Mannheimer Straße + Kreisel auf Höhe des „Hess-Buckels“) gab. Nun ist die Priorität dieses Punktes aber wenigstens auch mittelfristig geklärt.

Durch unsere Fähigkeit mit den Grünen zusammen klare Mehrheiten im Rat zu schaffen, konnte die CDU Fraktion auch bei zwei weiteren wesentlichen Punkten im Schulterschluss mit Grün erfolgreich agieren: Zum einen wurde ein Budget von 1,25 Millionen für „kommunalen Klimaschutz“ in den Haushalt von 2020 eingestellt. Dies gibt Graben-Neudorf nun z.B. die Möglichkeit einen Klimamanager zu beschäftigen, der mit dem GR zusammen Maßnahmen vorantreibt, von denen, wie wir glauben, auch noch unsere Kinder und Enkel noch profitieren werden. Dies können z.B. PV-Anlagen auf kommunalen Gebäuden sein, außerplanmäßige Investitionen in den leidenden Gemeindewalt, Gelder für eine stärkere Durchgrünung des Ortes oder es kann der Bau einer Pyrolyseanlage (-> Kurzerklärung: Eine Anlage, die aus Biomasse Pflanzenkohle herstellt und somit mehrere Vorteile mit sich bringt) sein. Die Verwaltung und der GR haben nun den finanziellen Spielraum, Sinnvolles zu gestalten.
Noch eine letzte Anmerkung zur Beratung dieses Antrags: Er ging, wie bereits erwähnt, mit den Stimmen von Schwarz (-> 8, wir waren nicht ganz komplett) und Grün (-> 4) durch. BM Eheim und die SPD Fraktion (-> 5) haben ablehnend argumentiert und votiert, da der Bürgermeister eine kleine Planungsrate für 2020 als ausreichend ansah und mit den eigentlichen Klimaschutz-Projekten dann erst in 2021 beginnen wollte. Wir denken aber, dass dies einfach zu zaghaft wäre. Mittlerweile entsteht aber der Eindruck, dass BM Eheim sich mit dem Beschluss angefreundet hat, denn am Freitag, den 17. Januar 2020 beim Neujahrempfang hat er das Paket bereits lobend in seiner Rede erwähnt.
Der zweite erfolgreiche „Schwarz-Grüne-Antrag“ bezieht sich auf einen Planansatz für die Umgestaltung der Wendelinus-, Hayden- und Jahnstraße in 2020: Hier stimmte uns auch gleich die Verwaltung in ihrer Stellungnahme zu. Wir denken, dass es im Rahmen des Neubaus des St. Josef KiGas (-> Fröbelstraße) angebracht ist auch über die Zufahrtswege zum Kindergarten zu sprechen. Dabei wird, aufgrund ihrer Breite, anfangs wohl die Wendelinusstraße im Fokus stehen. Sie könnte die erste „Fahrradstraße“ in Graben-Neudorf werden.

Zuletzt ein paar Worte und Gedanken zum Antrag „Machbarkeitsstudie zum Thema Umgestaltung des Pietätsparks in einen Friedpark“: Nicht zuletzt aus Bürgermeinungen, die der CDU bekannt waren, war klar, dass dies nicht der wichtigste Antrag des Abends war, aber durchaus doch ein Interesse am Klären zu generellen Fragen zu diesem Thema besteht. So am Montag im Rat dann auch von der Fraktion erklärt und vorgetragen, konnten man sich mit den anderen Fraktionen und BM Eheim (überraschend) schnell darauf einigen, dass die Fragen rund um einen Friedpark oder einen Friedwald in Graben-Neudorf nochmals geklärt werden sollen. Dabei soll/kann dann auch evaluiert werden, wie der Pietätspark eventuell noch mehr genutzt werden kann. Diesen Ausgang werten wir als einen Erfolg. 

Haushaltsrede der CDU GR-Fraktion für das Haushaltsjahr 2020

Sehr geehrter Bürgermeister Eheim,
liebe Ratskolleginnen und Kollegen,
liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Haushaltsrede der CDU für den Haushaltsplan 2020, und vermutlich auch die der anderen Gemeinderatsfraktionen, unterscheidet sich ein wenig von den Haushaltsreden, wie wir sie aus der Vergangenheit kennen. Dies liegt daran, dass sich der Gemeinderat mehrheitlich dafür entschieden hat, in diesem Jahr einmal zu testen, wie die Verabschiedung eines Haushalts von statten geht, wenn die Prozessschritte eines sogenannten „Einbringungshaushalts“ durchlaufen werden.

Bei einem Einbringungshaushalt obliegt dem Bürgermeister das Recht zuerst seine Vorstellungen für den kommenden Gemeindehaushalt dem Rat und der Bevölkerung, per Haushaltsrede, zu präsentieren. Dies ist am 04. November 2019 im Rahmen der öffentlichen Gemeinderatssitzung geschehen und die Haushaltsrede war dann auch im Gemeindeblatt abgedruckt. Den Fraktionen wird nun heute, am 02. Dezember 2019, die Möglichkeit gegeben zu den Überlegungen und Einlassungen von Bürgermeister Christian Eheim Stellung zu nehmen und zugleich, falls erforderlich, auch eigene Überlegungen in Form von Anträgen einzubringen, über die dann in einer GR-Sitzung im Januar 2020 abgestimmt und entschieden wird.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
damit nun genug mit den vorangestellten Erklärungen – kommen wir zur eigentlichen Stellungnahme der CDU Fraktion. Der Planentwurf von Bürgermeister Eheim enthält viele positive und richtige Ansätze und Wegweisungen:

·         Natürlich werden wir den zusammen eingeschlagenen „Weg der Neuen Mitte“ mit der Verwaltung und den anderen Fraktionen gehen. Vieles haben wir zusammen richtig aufgesetzt, von der Konzeptvergabe, über die Bürgerbeteiligung bis hin zur Schaffung eines CO2-neutralen Quartiers. Uns ist bewusst, dass wir uns damit auf eine für die Gesamtgemeinde richtige und wichtige Reise begeben haben, in deren Zentrum das Vorzeige- und Prestigeobjekt LeBeN steht. Dieses Multi-Funktionsgebäude wird etwas Besonderes, auf das sich die Graben-Neudorfer schon heute freuen können und das unsere Gemeinde bestimmt weit über die Hardt hinaus bekannt machen wird.
In einer Haushaltsrede kommt man aber um die Betrachtung des nüchternen Zahlenwerks eines Projektes leider nicht herum – und da schneidet LeBeN leider nicht ganz so „doll“ ab: Am Ende werden die bisher mit 10 Millionen Euro angesetzten Kosten weit über den 4,2 Millionen Euro liegen, die im Haushalt 2020 auf der Haben-Seite für den Grundstücksverkauf des restlichen Geländes „Neuen Mitte“ verbucht werden können. In weniger euphorischen Stunden klopft da auch durchaus mal der Zweifel über die Richtigkeit der Größe und des Projektvolumens an die Tür der CDU Fraktion. Und darum werden wir auch immer wieder die geplanten Gesamtkosten von LeBeN und der Neuen Mitte erfragen, gerade auch weil die Verwaltung dieses Zahlen bisher nicht detailliert benannt hat.
Neben den genannten Aspekten bereitet uns aber auch folgendes große Sorgen: Die Entwicklung der Neuen Mitte, bzw. speziell von LeBeN, entzieht der gesamten Verwaltung und vor allem auch Bürgermeister Eheim sehr viel Kraft und Energie. Es entsteht in unseren Reihen zunehmend der Eindruck, dass für das kommunale Tagesgeschäft und für andere Themen nicht mehr genügend Zeit zur Verfügung steht. Wir würden es durchaus befürworten, wenn bei der Entwicklungsgeschwindigkeit ein wenig „Dampf“ herausgenommen werden würde. Die absolute Fokussierung auf dieses eine Thema wirkt sich unseres Erachtens gerade negativ auf die Gemeinde aus, da viele Themen einfach unter den Tisch fallen. Beispiele werde ich im Verlauf dieser Haushaltsrede noch aufzeigen.

·         Da, wie erwähnt, die genannten Investitionen für LeBeN erst in den Haushaltsjahren 2021 und folgende anfallen werden, ist die größte Investitionssumme des Haushalts 2020, nämlich 2,2 Millionen Euro, für den Neubau des Kindergartens St. Josef im Ortsteil Neudorf vorgesehen. Wir denken immer noch, es war absolut richtig, dass sich der Gemeinderat, auf unser Drängen hin, für einen Neubau an Ort und Stelle des alten Kindergartens entschieden hat. Die am Ende in Summe ausgegebenen ca. 8 Millionen Euro sind vollkommen richtig investiert, da wir für unsere Kleinsten einen wunderschönen Kindergarten bauen, der den Anforderungen nach unterschiedlichen Betreuungsformen einer jungen Familie der heutigen Zeit gerecht wird. Dass wir dann auf der anderen Seite von den Eltern einen Kindergartenbeitrag einfordern, ist für viele Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar und gerechtfertigt und wird deshalb hier am Rande auch erwähnt.

·         Mittragen können wir z.B. auch die Planansätze im Rahmen des Sanierungsprogramms „Moltkestraße“, die ja in großen Teilen in Form von Landeszuschüssen auch wieder zurückfließen.

·         Richtig ebenfalls die von BM Eheim in seinem HH-Entwurf vorgesehen Investitionen, in und für unsere Freiwillige Feuerwehr, sowie für die Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes. Die Mitglieder der Wehr und des DRK leisten einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gemeinde und unser aller Wohlergehen. Selbst eine Gemeinde wie Graben-Neudorf, die auf finanziell gesunden Beinen steht, würde stark belastet werden, wenn man eine Freiwillige Feuerwehr zumindest teils durch Berufsfeuerwehrleute ersetzen müsste. Daher und natürlich auch wegen der immer noch präsenten Erinnerung an den Brandgeruch des vergangenen Julis, ein großes Dankeschön an die Kameradinnen und Kameraden für ihren Dienst.

·         Freiwilligkeitsleistungen wie z.B. die weiterhin geplanten Investitionsförderungen für unsere Vereine unterstützen wir, wie in den vielen Jahren zuvor, sehr gerne und räumen ihnen Priorität ein, da man sich ein Graben-Neudorf ohne dieses kulturelle und sportliche Angebot nicht wirklich vorstellen kann und möchte.
Zu den Freiwilligkeitsleistungen der Gemeinde gehören aber auch zum Beispiel alle Investitionen, die das Freibad betreffen. 2020 stehen hier, laut vorliegendem HH-Plan, nur kleinere Reparaturen an den Beckenfliesen an (abgedeckt im Ergebnishaushalt) sowie die Ersatzbeschaffung einer Treibwasser- und Filterpumpe. Wie uns Bürgermeister Eheim erklärte sind die 2020er Maßnahmen mit den Verantwortlichen des Bades abgestimmt. Dass aber eine in den kommenden Jahren fällige, große Gebäude- und vor allen Dingen Beckensanierung erst für die Jahre 2024 – 29 mit 2 Millionen Euro angesetzt ist, scheint uns nicht mit den Bademeistern abgestimmt zu sein. Zumindest lassen die sommerlichen Gespräche einiger Räte mit den Bademeistern, eine weit größere Dringlichkeit der Sanierung vermuten.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuhörer,
das oben angeschnittene Thema, der möglicherweise zeitlich nicht richtigen Platzierung zukünftig benötigter Gelder im mittelfristigen Investitionsplan der Gemeinde, führt mich nun auch hin zu den Punkten des Haushaltsentwurfs, die von der CDU nicht positiv aufgefasst werden und unseres Erachtens einer dringenden Korrektur bedürfen.

Denn zu einem belastbaren und seriösen Haushaltsplan gehört unabdingbar auch eine realistische mittelfristige Investitions- und Finanzplanung. Diese ist der Verwaltung um Bürgermeister Eheim in manchen Positionen des vorgestellten Haushaltsentwurf leider nicht gut gelungen, denn wichtige, anstehende Investitionen in die vorhandene Infrastruktur Graben-Neudorfs wurden überhaupt nicht erwähnt. Wie bei meinen Ausführungen zur Neuen Mitte schon angeführt, gehen wir davon aus, dass dies an der zu starken Fokussierung auf dieses Thema liegen könnte. Für eine Gemeinde hat es unseres Erachtens jedoch elementare Bedeutung, dass neben neuen Überlegungen auch immer der Blick auf Bestehendes erhalten bleibt.

Nachfolgend Beispiele, die unsere Kritik an dem durch BM Eheim vorgelegten Haushaltsentwurf erklären und untermauern:

·         In der Verwaltung wird schon länger über eine Verlegung des Wertstoffhofes nachgedacht. Für 2020 ist nun ein Betrag i.H.v. 15.000 Euro eingestellt – mit dieser Planungsrate, soll eine Verlegung voranalysiert werden. In den Jahren danach (bis inkl. 2029) sind aber keine weiteren Mittel dafür vorgesehen. Das ist völlig unsinnig und verfälscht natürlich den mittelfristigen Blick.
Daher, erster Antrag der CDU Fraktion (Produkt 53.70.##): Ein realistischer Ansatz in der mittelfristigen Finanzplanung für die Verlegung des Wertstoffhofes ab 2021.


·         Dem Thema, dem sich Bürgermeister Eheim in seinem ersten Amtsjahr in Graben-Neudorf sehr stark widmete und welches er damals vorbildhaft angegangen ist, schenkt er leider nun nur noch wenig Aufmerksamkeit und auch keine Mittel mehr. Ich spreche vom Graben-Neudorfer Breitbandausbau. Ja, im OT Graben hat uns die Deutsche Telekom AG mit ihrer Vectoring Initiative, zumindest mittelfristig, ein Stopp-Schild für den kommunalen Glasfaserausbau aufgestellt. Aber, wir sind uns in der Fraktion sehr einig, dass man den OT Neudorf, wie ursprünglich auch im Masterplan vorgesehen und bisher vom GR nicht revidiert, Schritt für Schritt mit Glasfaser bis zum Haus (FTTH) versorgen muss. Es ist für uns nicht akzeptabel, dass dafür nun keine Mittel mehr eingestellt sind.
Im Breitbandausbau-Zusammenhang steht auch noch folgender Schiefstand zwischen Plan und Realität: Die CDU Fraktion hatte Anfang Juli 2018 den Antrag „baldmöglichster kommunaler Glasfaserausbau im Gewerbegebiet Streitgärten“ gestellt. Dieser Antrag wurde dann am Montag, den 23. Juli 2018 in öffentlicher GR-Sitzung behandelt. Es herrschte mehr oder weniger Einigkeit im Rat und der Verwaltung, dass man dem Antrag der CDU Fraktion folgen sollte. Herr Bürgermeister, Sie hatten daraufhin zugesagt, dass das Gewerbegebiet Streitgärten in der zeitnah folgenden Fortschreibung des Glasfaserausbau-Masterplans der Gemeinde eine zentrale Rolle spielen wird. Dass dies dann nicht mehr in den Haushalt von 2019 passte, akzeptierten wir schon damals im Sommer 2018, da man uns einen Ausblick auf 2020 gab. Erlauben Sie mir heute zu erwähnen, dass dies ohne Mittelansatz ein schwieriges Unterfangen werden wird.
Daher, zweiter Antrag der CDU Fraktion (Produkt 53.60.##): Erhöhung des Ansatzes um 500.000 € in 2020 und den Folgejahren.


·         Vor allem im OT Graben gibt es einen Sanierungsstau beim Abwasserkanalnetz. Das wurde den Gemeinderatsmitgliedern schon vor einiger Zeit, durch die Verwaltung selbst, angedeutet. Daneben halten wir es für falsch, dass man uns, trotz mehrmaliger Erinnerungen, nicht zeitnah über die Ergebnisse der im Laufe des Jahres stattgefundenen Kanalverfilmung informiert. Wir erwarten hier größere Mängel und sollten daher für das kommende Haushaltsjahr 2020 und die Folgejahre Haushaltsmittel einstellen. Diese Mittelbereitstellung ist jedoch im Kernhaushalt nicht richtig platziert, sondern muss im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs „Ver- und Entsorgung“, im Betriebszweig „Abwasserbeseitigung“ geplant und angesetzt werden.
Somit, dritter Antrag der CDU Fraktion für den Eigenbetrieb: Jeweils 500.000 € für die Jahre 2020 – 2024 für Kanalsanierungen.


·         Ebenso vermissen wir eine Mitteleinstellung, bzw. eine Ratsdebatte über unseren Antrag (auch von Juli 2018) mit der Überschrift „Umgestaltungen in der Wendelinus-, Hayden- und Jahnstraße“. Diese Umgestaltung wäre nach Bezug des neuen Kindergartens St. Josef eine folgerichtige Weiterführung der Maßnahmen in der Fröbelstraße.
Daher, vierter Antrag der CDU Fraktion (Produkt 54.10.##): Aufnahme eines Planungsansatzes i.H.v. 70.000 € und entsprechende Umsetzungskosten für die folgenden Jahre.


·         Und einen weiteren Antrag, der sich um die Sanierung, bzw. Umgestaltung eines bestehenden Straßenabschnittes dreht, schiebt die CDU Fraktion auch gleich noch nach. Das Abarbeiten der sog. „Perlenschnur“, die nach der Einweihung der B36 Umgehung, die Karlsruher und Mannheimer Straße peu a peu und Jahr für Jahr umgestalten sollte, so dass aus der rein funktional ausgerichteten ehemaligen Bundesstraße eine viel freundlichere Ortsdurchgangsstraße entsteht, ist immer noch nicht beendet. Das Erscheinungsbild des nördlichsten Stücks der Mannheimer Straße ist noch unverändert. Hierfür beantragen wir die Erstellung eines Umgestaltungsplans, der einen Kreisverkehr zur Anbindung des Hofwiesenwegs und somit eine erhebliche Entlastung der Friedensstraße, mit einbezieht.
Antrag Nr. 05 der CDU Fraktion (Produkt 54.10.##): Aufnahme eines Planungsansatzes i.H.v. 70.000 € und entsprechende Umsetzungskosten für die folgenden Jahre.


Verehrte Zuhörinnen und Zuhörer,
bevor ich die beiden Anträge der CDU Fraktion vorstelle, die im Haushaltsplan ganz neue Aspekte beleuchten, hier noch drei Änderungsanträge:

·         Um die Nutzbarkeit der Pestalozzihalle als Sportstätte für die Pestalozzi Schule und die Vereine nicht in Gefahr zu bringen, schlagen wir vor, das für 2021 geplante Gutachten bereits 2020 durchführen zu lassen.
Daher Antrag Nr. 6 der CDU Fraktion (Produkt 42.41.##): Ansatz der 100.000 € bereits in 2020.

·         Investitionen in den Aufbau oder die Verbesserung digitaler Infrastrukturen von Schulen (Stichwort „Digitalpakt von Bund und Ländern“) werden seit Mai 2019 sehr stark durch Landeszuschüsse gefördert – Konkretes Zahlenbeispiel aus dem Haushalt: Die Gemeinde investiert 66.000 € und bekommt diese Investition in die digitale Infrastruktur mit 55.000 € gefördert.
Somit Antrag Nr. 7 der CDU Fraktion (Produkt 21.10.##): Wie beantragen den gemeindlichen Eigenanteil (im obigen Beispiel 11.000 €) mit dem Schulbudget unserer drei örtlichen Schulen zu verrechnen.

·         Da wir glauben, dass die Gemeinde mehr für junge Familien unternehmen muss, die nach einem Eigenheim in Graben-Neudorf suchen, gilt es zu entscheiden, ob man nicht etwas aktiver beim Grund- und Gebäudeerwerb werden könnte, wenn es die Rahmenbedingungen zulassen und es betriebswirtschaftlich abbildbar ist. Der Gemeinderat kann dann, ähnlich wie bei den gemeindeeigenen Grundstücken in der Spöcker Straße geplant, die Vergabekriterien definieren. Wir begrüßen daher die Erhöhung des Budgettopfes bereits in 2020 und formulieren …
… Antrag Nr. 8 der CDU Fraktion (Produkt 11.33.##): Erhöhung der Beträge für den Grunderwerb (von 200.000 €) auf 500.000 € pro Jahr, ab dem Jahr 2021.

 

Nun zu den beiden Punkten, die die CDU GR-Fraktion ganz neu in den Haushalt 2020 einbringt und damit aufzeigen möchte, dass wir eine verlässliche Kommunalpolitik betreiben. Denn beide Aspekte waren auch auf unserem Wahlprogramm der Kommunalwahl 2019 angeführt.

·         Zum einen ist dies das Evaluieren der Umnutzung des Pietätsparks in einen Friedpark. Da ein Friedwald auf Graben-Neudorfer Gemarkung aus verschiedenen Gründen nicht oder nur sehr schwierig umzusetzen wäre, bietet der ehemalige Grabener Friedhof in der Kirchenstraße aber eventuell die Möglichkeit unserer Bürgern dann doch, in kleinerem Maße, diese weitere Form einer Begräbnisstätte zu bieten.
Darum Antrag Nr. 9 der CDU Fraktion (Produkt 55.10.##): Einstellen von 12.000 € für eine Machbarkeitsstudie mit dem Titel „Wie kann der Pietätspark in einen Friedpark umgewandelt werden?“

·         Mit dem letzten Antrag gehen wir eine Thematik an, die in den letzten Jahren und Monaten auch bei vielen Entscheidungsträgern der CDU zu einem weiteren Umdenken geführt hat. In unser Wahlproramm konnte man dieses Thema unter dem Wahlziel „Aktive Umsetzung von Maßnahmen zur Erreichung der Pariser Klimaziele auf kommunaler Ebene“ finden. Wenn dieses Ziel nicht nur eine Aneinanderreihung von leeren Worten bleiben soll, müssen wir es ab 2020 massiv angehen. „Massiv angehen“ bedeutet, dass wir den bereits eingeschlagenen und guten Weg der Gemeinde zur stetigen Verminderung des CO2 Ausstoßes noch viel konkreter und konzentrierter begehen. Alle zukünftig umgesetzten Maßnahmen werden zum einen natürlich der Ökologie zugutekommen, zum anderen aber auch unserer heimischen Wirtschaft und der sozialen Gemeinschaft vor Ort. Dass wir mit diesen Gedankengängen keine „Exoten“ mehr sind, zeigt auch der überfraktionelle Antrag und Beschluss des Gemeinderats Linkenheim-Hochstetten vom November dieses Jahres: Die Nachbargemeinde will bis Ende 2024 rein rechnerisch so viel elektrische Energie nachhaltig erzeugen, wie sie verbraucht (Stichwort: CO2 Neutralität) und setzt daher auf einen starken Ausbau von Fotovoltaikanlagen auf kommunalen Liegenschaften. Finanziert wird das Ganze mit einem Gesamtbudget von über einer Million Euro.
Zurück zu uns in Graben-Neudorf: Fotovoltaikanlagen sind sicher eine Möglichkeit die Pariser Klimaziele zu erreichen, die Graben-Neudorf ja auch schon vorbildhaft umsetzt (Stichwort: Bürger-PV-Anlage auf der AKS Halle und PV-Anlage auf dem Rathausdach). Es gibt jedoch auch noch viele andere Möglichkeiten auf kommunaler Ebene, die Ziele von Paris zu verfolgen. Wir haben begonnen sie in einem Ideenpool zu sammeln. Um nur zwei davon zu nennen und um zusammen mit den anderen Fraktionen ab Anfang 2020 z.B. über den Bau einer Pyrolyseanlage oder den Umstieg auf 100% Biogas diskutieren zu können, ohne beklagen zu müssen, dass keine Mittel dafür vorgesehen sind, beantragen wir mit …
… Antrag Nr. 10 der CDU Fraktion (vermutlich im 55er Produkt-Bereich): Die Schaffung einer neuen Haushaltsposition mit dem Titel „Kommunaler Klimaschutz“. Der Mittelansatz liegt bei jeweils einer 1,25 Millionen Euro für 2020 und die folgenden Jahre.

Additiv zu den Aspekten, die die Gemeinde heute bereits umgesetzt hat, würde die Realisierung der zwei oben genannten Maßnahmen (Pyrolyseanlage und Biogas) dazu führen, dass die Graben-Neudorfer Verwaltung in absehbarer Zeit nicht nur CO2-neutral sondern sogar „klima-positiv“ wirtschaften würde.

Wir sehen Antrag Nr. 10 als unseren konkreten Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung und für die Zukunft unserer Kinder und Enkel an. Und auf der anderen Seite, zeigt dieser Mittelansatz auch einmal glasklar auf, dass es effektiven Klimaschutz nicht ohne erhebliche finanzielle Anstrengungen geben wird.

Folgerichtig würden wir die Mittelansätze des vorgelegten Verwaltungsansatzes für 2 Elektroautos für den Bauhof (100.000 € in Produkt 11.25.##) und die geplanten E-Ladesäulen am Bahnhof (80.000 in Produkt 57.30.##) dann aus dem neuen Topf „Kommunaler Klimaschutz“ finanzieren. Auch die Anstellung eines sogenannten Klimamanagers, der sich dann um die Planung und Realisierung der Maßnahmen kümmert, wäre damit finanziell machbar.

 
Ja, wir wissen, dass wir für das Haushaltsjahr 2020 und folgende nun erhebliche Mehrinvestitionen für den Kernhaushalt ins Auge fassen (ca. 1,9 Millionen Euro allein in 2020) und dies zu einem höheren, bzw. schnelleren Abschmelzen der Liquiditätsreserve (fka Rücklage) führt, als dies in der Verwaltungsvorlage vorgesehen ist. Für die Vertreter der CDU Fraktion Graben-Neudorf sicher ein ungewöhnlicher Umstand. Dennoch können wir die Ansätze vertreten, da unser Haushaltvorschlag Ende 2020 immer noch eine Liquiditätsreserve von knapp 10 Millionen Euro ausweisen würde

Und, ich wiederhole das auch gerne nochmals: Wir dürfen nicht nur Gelder für neue Dinge und Projekte bereitstellen, sondern müssen das Bestehende auch erhalten, bzw. zukunftsfähig machen. Denn, verschließen wir einfach die Augen vor anstehenden Investitionen in den Bestand, wird die Realität schnell zum Überholvorgang ansetzen. Und den dritten Aspekt, der erhebliche Investitionen für den Klimaschutz vorsieht und verlangt, kann niemand mehr, der politisch ernst genommen werden will, einfach übergehen.

Alle genannten Anträge zeigen deutlich auf, welche Themen nach unserer Meinung für Graben-Neudorf aktuell sind und zeitnah anstehen. Somit leisten wir einen wesentlichen Beitrag, wenn es um das Erstellen von und das Entscheiden über Prioritäten geht.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
abschließen möchte ich mit dem Dank für das Erstellen des von der Verwaltung vorgelegten Zahlenwerks. Für alle daran Beteiligten sei stellvertretend unser Rechnungsamtsleiter Thimo Schmidt genannt.

Dank für die Zusammenarbeit im letzten Jahr geht auch an das Bauamt, mit Achim Degen an der Spitze, sowie an alle Angestellten in Haupt- und Ordnungsamt.

 

Dezember 2019, für die CDU Gemeinderatsfraktion Graben-Neudorf
Jörg Hartmann

Langjährige Gemeinderäte geehrt

Quelle: BNN Donnerstag, 21.11.2019: Seit Jahrzehnten im Gemeinderat, Verfasser Rudolf Gamer

"Ehrungen für drei langjährige Graben-Neudorfer Gemeinderäte standen am Anfang einer langen Gemeinderatssitzung. Der Gemeindetag Baden-Württemberg zeichnete damit das Engagement in der Bürgervertretung aus, Bürgermeister Christian Eheim verband die Übergabe der Urkunden und eines Präsentes mit dem Dank der Gemeinde. Karl-Heinz Kling (CDU) gehört dem Gemeinderat seit 20 Jahren an und ist erster Bürgermeister-Stellvertreter. Auf die gleiche Anzahl von Jahren als Gemeinderat wie Kling bringt es der Vorsitzende der CDU-Fraktion André Mayer. ..."

Mit auf dem Foto sind Bürgermeister Eheim und Wolfgang Bauer, der seit 30 Jahren dem Gremium angehört.

Erste Sitzung der neuen Vorstandschaft

Am vergangenen Mittwoch (13.11.2019) hat sich die neu zusammengestellte Vorstandschaft zu ihrer ersten Sitzung getroffen. Wir haben die Möglichkeit genutzt, um uns über unserer Pläne für die kommenden Monate auszutauschen ... und um ein erstes Gruppenfoto zu machen :-)

Von links nach rechts:
Jörg Hartmann, Gordon Lindermann, David Wilhelm, Elfriede Freisinger, Marcus Abele, Sabine Guder, Jonas Notheis, Biggi Degen
Nicht auf dem Foto: Andre Mayer, Fabian Schwarz, Thorsten Leddin

Der CDU Gemeindeverband trauert um Walter Kurz

Herr Kurz trat 1976 in die CDU ein und war weit über 30 Jahre als Gemeinderat, zuerst für Graben und später für die Gesamtgemeinde tätig. Sein fundiertes Fachwissen, vor allem in monetären Fragen, war der CDU GR-Fraktion oft eine große Hilfe und Unterstützung. Auch nach seiner aktiven Gemeinderatszeit war er noch eng mit dem Gemeindeverband verbunden und hat sich für das Geschehen rund um die CDU Graben-Neudorf interessiert. Daher war er auch ein treuer und gern gesehener Besucher unserer Veranstaltungen, zuletzt im März dieses Jahres bei unserer Winterfeier.

Wir trauern um ein langjähriges Mitglied und sind in Gedanken bei den Angehörigen und sprechen unsere Anteilnahme aus.

Eine genauere Erklärung von Karl-Heinz Kling ...

In der Berichterstattung der BNN, Bruchsaler Ausgabe vom 28.10.2019 wurde meine Wortmeldung im Rahmen der Gemeinderatssitzung vom 21. Oktober zur Pestalozzi Gemeinschaftsschule und ihrer Akzeptanz sehr verkürzt wiedergegeben. Ich möchte hier daher genauer ausführen ...

Die BNN schrieben: „Unverständnis für die politische Wertung der Gemeinschaftsschulen äußerte Karl-Heinz Kling (CDU), der durch die Abgrenzung zwischen Realschule und Gemeinschaftsschulen eine Gefahr für den Bestand der Schule sieht“.

Meine Ausführungen hatten folgenden Inhalt: Wenn aus zwei Grundschulen im Ort, mit 120 Schülern in der Klasse 4 nur 9 Kinder in der Gemeinschaftsschule am Ort angemeldet werden, muss man schon mal nachfragen, wieso hier nur so eine geringe Akzeptanz vorhanden ist. Nicht alle 111 Schüler sind im Gymnasium angemeldet worden. Und nicht alle die im Gymnasium angemeldet wurden werden dort auch zu einem Abschluss kommen.

In unserer Gemeinschaftsschule kann man den Hauptschulabschluss absolvieren und den Realschulabschluss, auch Mittlere Reife genannt. Darauf aufbauend sind weitere Schulabschlüsse bis hin zum Abitur möglich. In einer Realschule ist sinniger Weise der Realschulabschluss möglich, aber auch der Hauptschulabschluss. Wie mir zugetragen wurde, gibt es in einzelnen Realschulen zwischenzeitlich Klassen mit einem reinen Hauptschulabschlussziel.

Wenn ich also in beiden Schulen einen Hauptschulabschluss machen kann und einen Realschulabschluss, worin unterscheiden sich dann beide Schulen noch. Eigentlich nur noch in der Bezeichnung und dem Umstand, dass die Gemeinschaftsschule eine verpflichtende Ganztagsschule sein sollte. Aber halt auch in der Akzeptanz bei den Eltern der Schüler/innen.

Man stelle sich nun vor, dass es die Bezeichnung Realschule nicht mehr geben würde, sondern nur noch die Bezeichnung Gemeinschaftsschule. Dass dies geht, sehen wir im Bundesland Sachsen. Dort gibt es die Mittelschule und das Gymnasium. 

Bleibt zum Schluss noch die Frage, wie lange wir eine Zweizügigkeit in der Gemeinschaftsschule Graben-Neudorf noch gewährleisten können, wenn die Anmeldezahlen so bleiben, oder gar noch weiter zurückgehen?

Ja, wir sprechen uns für die Neugestaltung unserer naturwissenschaftlichen Lehrräume aus und investieren hierfür runde 460.000 Euro. Und weil wir unseren Schulstandort sichern wollen, haben wir auch den An- und Erweiterungsbau unserer Gemeinschaftsschule für ca. 5.000.000 Euro zugestimmt. Wir haben eine erstklassige Mannschaft an Pädagogen an unserer Schule, wir fördern die Schulsozialarbeit, wir unterstützen die Bemühungen örtlicher Vereine und Betriebe sich in unserer Schule zu engagieren (Beispiel HGV e.V.). Unsere Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft, dessen sind wir uns bewusst.

Karl-Heinz Kling, Kreis- und Gemeinderat  

CDU Graben-Neudorf

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